Das klingt bunt!

Das Kindermuseum Zinnober zeigt eine neue Mitmach-Ausstellung – zur Eröffnung gab es eine Performance und einen musikalischen Vortrag

Auf den ersten Blick ist es eine ganz normale Schultafel. Doch wer darauf mit Kreide malt, erzeugt Töne: Aus zwei Lautsprechern erklingt bei wilden Bewegungen eine schräge Geräuschkulisse. „Lautmaler“ taufte Musikvermittler Jens Schmidt sein Klangobjekt, das im Kindermuseum Zinnober ausprobiert werden kann. Nur eins von vielen Exponaten in der aktuellen Mitmach-Ausstellung, „Das klingt bunt! Musik und Kunst mit Kindern – Platz für wilde Ideen“, die am 12. Dezember eröffnet wurde.

In der Mitmach-Ausstellung geht es um die Wechselbeziehungen zwischen Musik und Kunst. Maler lassen sich von Musik inspirieren, Musiker von der Malerei. In unserer Sprache drückt sich die enge Verbindung in Worten wie „Klangfarbe“ oder „Farbton“ aus. Wie Musik und Farben sich gegenseitig befruchten, zeigten anschaulich drei angehende Musikpädagoginnen der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTM) in Hannover in einer kurzen Performance zur Eröffnung der Mitmach-Ausstellung: Farbigen Rohren, sogenannten Boomwhackers, entlockten sie unterschiedliche Töne und Rhythmen, zu denen sie sangen.

Michael Bradke vom Mobilen Musikmuseum Düsseldorf demonstrierte in einem Vortrag, wie man mit dem Körper musizieren kann und wie aus farbigen Tellern musikalische Kompositionen werden. Von ihm stammen zwei Exponate der Mitmach-Ausstellung: das Punkt-Podest und der Emo-Tisch. Mit letzterem können Kinder Geräusche wie küssen oder rülpsen zu kleinen Musikstücken zusammenfügen. Weitere Klangobjekte sind die „Klangschatz-Kommode“ von Jens Schmidt sowie ein Theremini des Kindermuseums. In den Schubladen der Kommode verbergen sich Klänge und Töne, die teilweise von den Kindern selbst erzeugt werden müssen. Dem Theremini können berührungsfrei Töne und farbige Lichter entlockt werden, wenn man sich mit dem Körper nähert.

Die Mitmach-Ausstellung zeigt auch Malerei, Collagen und Fotografie von Künstlern wie Christoph Bartolosch, Fuad Faraq und Sarah Ubrig sowie von Kindern. Ihre Arbeiten wecken musikalische Assoziationen. In einem offenen Atelierbereich können die BesucherInnen künftig selbst kreativ werden. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Workshops in Kooperation mit der hannoverschen KunstSchule Kunstwerk sowie mit Musik- und KunstvermittlerInnen wie der Kostümbildnerin Ursula Bergmann-Schelling und dem Musiker Lars Störmer ist wesentlicher Bestandteil der Mitmach-Ausstellung. Die entstehenden Werke sollen das Kindermuseum Zinnober im Laufe der Zeit in ein sinnliches, buntes, kunst- und klangvolles Haus verwandeln.

Die Mitmach-Ausstellung „Das klingt bunt! Musik und Kunst mit Kindern – Platz für wilde Ideen“ läuft bis zum 17. Juni 2018. Fotos zum Downloaden und weitere Informationen finden sich auf der Website unter www.kindermuseum-hannover.de/pages/presse.php.

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