Kindermuseum

Bitte anfassen!

Die Ausstellungen des Kindermuseum Zinnober laden zum Mitmachen ein und werden zum sinnlichen Erlebnis 

Exponate in Vitrinen mit schwer verständlichen Erklärtexten - das findet man in den Ausstellungen des Kindermuseum Zinnober nicht. Zum pädagogischen Konzept gehört es vielmehr, dass Kinder und Jugendliche die Inhalte sinnlich erfassen. Riechen, fühlen, schmecken oder sehen ist mindestens genauso wichtig wie das Lesen von Informationen. Vielfach können die jungen Besucher auch selbst aktiv und kreativ werden, etwa indem sie sich verkleiden, Aufgaben lösen oder ihre Eindrücke in Bildern verarbeiten.


Auf einer weiteren Ebene werden sachliche Informationen gegeben, die insbesondere die erwachsenen Begleiter ansprechen. So können sie mit den Kindern und Jugendlichen unmittelbar oder auch später noch über deren Eindrücke und Erlebnisse sprechen und die Inhalte vertiefen. Die Erwachsenen wiederum lernen, die Inhalte aus Kindersicht zu verstehen.


Viele Ausstellungsideen gingen in der Vergangenheit auf Anregungen von Kindern zurück. In Workshops in Kitas, Schulen oder Freizeiteinrichtungen erfahren die Ausstellungsmacher, welche Themen ihre Besucher beschäftigen. Bei der Realisierung der Ausstellungen gehen die Vereinsmitglieder sehr kreativ und mit vergleichsweise geringem Etat vor: Vieles wird selbst hergestellt und Manches aus anderen Museen und Einrichtungen zusammengetragen. Mitunter verleihen private Sammler Stücke oder stellen Kinder und Jugendliche in Workshops eigene Exponate und Kulissen her.



Die Ausstellungen und Projekte des Vereins "Zinnober - ein Museum für Kinder und Jugendliche in Hannover" in den vergangenen Jahren im Überblick:

  • "WindSolarSkulptur" - mit Jugendlichen und dem Künstler Mirko Siakkou-Flodin (2013)
  • "Originelles gestalten und sammeln" - mit Kindern der Grundschule am Lindener Markt und der Kita St. Nikolai Limmer (2013/2014)
  • "Die Kuh im Kühlschrank" (Kunsthalle Faust, 2013)
  • "Bleib am Ball" (Einkaufszentrum Hägewiesen, 2012)
  • "Bleib am Ball" (Freizeitheim Vahrenwald, 2011)
  • "Mini-Mathematikum" (Freizeitheim Vahrenwald, 2010)
    Podiumsdiskussion zum Thema "Ein Kindermuseum in Hannover" (2009)
  • "Mathematik zum Anfassen" (Freizeitheim Vahrenwald, 2009)
  • "Klingende Zahlen" (Freizeitheim Vahrenwald, 2008)
  • "Mini-Museum in der Kinderstadt Mini-Linden" (Linden, 2007)
  • "Familie 1000fach" (Historisches Museum Hannover, 2005)
  • "ArchitekTour" (Kunsthalle Faust, 2001)
     

Wofür steht das "Zinnober" im Namen des Vereins und des Museums?
Das Wort "Zinnober" weckt viele Assoziationen: Es bezeichnet unter anderem eine rötliche Farbe, die aus einem seltenen Mineral gewonnen wird. "Zinnober" ist auch der Name einer Figur mit einem eher aneckenden Charakter aus einem Kunstmärchen des Autoren E.T.A Hoffmann. Der hannoversche Dadaist Kurt Schwitters komponierte 1928 einen Zinnober-Schlager. Außerdem wird das Wort "Zinnober" in Redewendungen wie "Mach' nicht solch einen Zinnober" benutzt, womit gemeint ist, dass man sich nicht unnötig aufregen soll. "Zinnober" steht also für Vielschichtigkeit sowie eine freie und überraschende, manchmal auch etwas anarchische, Kunst.
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Der Trägerverein "Zinnober - ein Museum für Kinder und Jugendliche in Hannover e.V." wurde am 18. Dezember 2000 gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Die Mitglieder bringen ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen ein, sowohl im praktischen, ehrenamtlichen Engagement wie mit kreativen Ideen. So wurden bereits zahlreiche Workshops, Projekte und Ausstellungen realisiert.